Alle Jahre wieder schien es zu heissen was unsere Vorfreude auf dieses Turnier betraf, aber auch die Sorgen

die wir uns die Woche vor diesem Turnier anscheinend jedes Jahr um einen unserer Hunde machen müssen.

 Diesmal war es Jazz der eine Woche vor unserer Reise bei einem Wettrennen mit Happy und Given

gegen einen Pfosten knallte und einige Tage humpelnd an der Leine spazieren gehen musste.

Gottseidank blieb es bei einem Bluterguss unter dem Schulterblatt, aber es hätte weit schlimmer sein können, so

dass ich auch am Turnier-Tag noch kontrollierte ob er auch wirklich kein Humpeln zeigte. Nachdem ich mir

sicher war, dass der ich dem Tierarzt nicht umsonst vertraut hatte, und Jazz wieder vollständig hergestellt war,

konnte es losgehen.

Given durfte als erster an den Start, der A-Lauf gestellt von Uschi Hornung war ein sehr schöner Parcours,

ohne Verletzungsgefahr für die Hunde, wofür man immer wieder dankbar sein muss.

Given zeigte einen wunderbaren Lauf, und wenn man bedenkt mit wie wenig Training er diese Leistung

vollbrachte, konnte man doch sehr stolz sein auf unseren Youngster. Leider kam es dann kurz vor

Schluss noch zu einer Verweigerung, eine kleine Erinnerung an Steve wie jung Given denn wirklich noch

ist, aber trotzdem ein kontrollierter schöner Lauf, guckst Du hier :-)

Bibbernd und voller Panik machte ich mich mit Jazz auf den Weg zum Parcours. Die Panik, bei

Jazz wäre nach seiner Begegnung mit dem Pfosten doch irgendwo eine Verletzung übersehen

worden und dann noch unser Trainings-Ausfall von über 10 Tagen machten mir die Sache nicht

einfacher. Jazz schien diese Gedanken jedenfalls nicht mit mir zu teilen, er hatte Spass wie

eh und je. Es dauerte nicht lange, da hatten wir unsere erste Verweigerung, weil ich wie so

oft etwas passiver an diesen Lauf ranging als mein Hund, die Zonen schienen Jazz regelrecht

unter den Pfoten zu brennen, denn der Abgang am Laufsteg wurde kurzerhand nur mit dem

Schatten berührt, dann noch eine Verweigerung an der gleichen Stelle wie Given und wir hatten es

geschafft. Immerhin keine Dis, und nach mehrmaliger Kontrolle konnte ich beruhigt feststellen,

dass Jazz nicht humpelte, den Rest kannst Du hier sehen.

Da es für jede Klasse einen Parcours gab, konnte man nicht sehr viel später schon mit der

Parcoursbegehung des Jumping weitermachen, dieser ebenfalls gestellt von Uschi Hornung.

Auch dieser Parcours war wirklich schön, und wieder durfte Given als erster von uns an den

Start. Er lief diesen Jumping einfach perfekt, für Steve war es anscheinend nicht so leicht

wie für Given den Parcours zu bewältigen, denn kurz vor Schluss legte er sich einfach mal

kurz ins Gras, aber auch dieser kleiner Stop im Lauf konnte die Beiden nicht aufhalten,

ein null Fehler Lauf und ein erster Platz für die Beiden.

Hier gibt's den ganzen Lauf inklusive Fall-Einlage in Bild und Ton.

Jazz und ich gingen zwar mittlerweile etwas ruhiger als beim A-Lauf an den Start, aber

die Hitze machte einem schon zu schaffen, und ich war nicht mehr wirklich bei der Sache.

Das konnte ja heiter werden, aber erstaunlicherweise ging es sogar sehr gut, ein einziger

Stangenabwurf, der natürlich auf mein Konto ging, weil ich den Tunnel genau auf dieser

Stange ansagte, aber auch das konnte unsere Freude nicht trüben. Jazz gab mir mit etwas

grösseren Bögen als sonst die Chance mich immer wieder richtig zu ihm zu positionnieren,

so dass wir seit längerer Zeit endlich mal wieder harmonisierten, hier das Video.

Nach all diesen positiven Agi-Eindrücken von diesem Tag, freuten wir uns sehr über einen

Ueberraschungsbesuch von Petra und ihrer Tochter, der Züchterin von Given. Givens Pappa

 Indio hatten wir schon morgens getroffen und jetzt war auch noch Mamma Caitlin aus der

Schweiz angereist; danke Petra, Du hast uns damit eine sehr grosse Freude gemacht.

Nun mussten wir sehr sehr lange ausharren bis zur Siegerehrung, wofür es dann einige Abstriche gab

was die Organisation von diesem doch schon grossen Turnier betraf, schon allein deswegen, weil fast den

ganzen Tag über die Toiletten nicht funktionnierten und das Catering auch sehr zu wünschen übrig liess.

Nach der Siegerehrung ging es dann schnell ins Hotel um uns von der Hitze des Tages zu erholen

und in gemütlicher Umgebung bei leckerem Essen zu entspannen.

Fortsetzung folgt....