Diesmal war es ein Samstag morgen an dem wir uns früh aus dem Bett quälen mussten,

um an diesem sehr emotionalen Agility-Turnier der Flying Hotdogs und des Ats Suessem

teilzunehmen. Es war die letzte WM-Quali für dieses Jahr und es sollte spannend bleiben

bis zum Schluss.

Nach 45 Minuten Fahrt waren wir endlich angekommen am Fussballfeld in Berdorf, wo sich

schon sehr viele Zwei- und Vierbeiner tummelten, doch an Stellplatz für Zelte mangelte es

auf diesem grosszügigen Platz noch lange nicht, so dass man sich in aller Ruhe wohnlich

einrichten konnte. Auch das Wetter schien perfekt zu sein, sonnig mit einer kühlen Brise,

die Hunde waren sicher dankbar für dieses Agi-Wetter.

 

 

 

Es ging los mit den Quali-Läufen, so dass Steve und ich uns nochmal bequem zurücklehnen

konnten, Tim seinerseits fand diesen Platz perfekt für ein ganztägiges Fussballtraining,

denn standen doch  hinter dem Zelt gleich zwei Fussballtore.

Zur Mittagszeit durfte dann erst Steve ran und seinen Parcours für die Einser dann für

die Altersklasse auf den Platz bringen; dann war Parcoursbegehung für mich. Nach dem

Desaster vom letzten Turnier ging ich da eher mit gemischten Gefühlen ran. Wohl hatte

Jazz beim Training getan als wär nix gewesen, doch sollte wir heute wieder so schlecht

zusammenarbeiten wie in Differdingen wäre das kein guter Ausgangspunkt fürs

anstehende Nordseeturnier.

Doch wieder einmal sollte Bömmelchen mich überraschen. Der Start gehörte zwar nicht in die

Kategorie "bleiben bis zum Abruf", aber immerhin unsere meist gefürchtete Startsequenz

Hürde - Slalom sollte uns diesmal nicht zum Verhängnis werden. Trotz grosser Anspannung schien

Jazz sich so auf mich konzentriert zu sein wie ich auf ihn, und es klappte, trotz einer Stange die

- wieso auch immer - fiel, alles wie am Schnürchen, ich war mächtig stolz auf meinen Blauen.

Es sollte ein dritter Platz werden für Jazz, obwohl wir doch lieber einen 30ten Platz ohne Feher

gehabt hätten, aber ich muss so dankbar sein für diesen Hund, dass alles weitere unwichtig ist.

Das Video zu diesem Lauf gibt es hier.

 

 

 

Nun war der Moment der Entscheidung gekommen, der Jumping-Lauf sollte klären wer nun

nach Dornbirn zur WM fahren sollte. Es war bis zum Schluss spannend geblieben, einige waren

nach dem Lauf enttäuscht, wieder andere waren gleich motiviert für's nächste Jahr und ein

paar durften sich freuen, nämlich über ein Ticket zur WM.

Wer die Glücklichen sind, erfahrt ihr auf der Homepage der Nationalmannschaft.

Dann war es wieder an Steve mit dem Parcoursaufbau für den Jumping. Diesen Lauf wollte ich

definitiv dafür nutzen Jazz klar zu machen dass wir erst starten wenn er klar abgerufen wurde.

Aber auch diesmal überraschte mein Hund mich, denn er blieb einfach schön brav an seinem

Platz bis ich da stand wo ich hinwollte um ihn abzurufen. Wow, dieses Gefühl der Sicherheit

hatten wir lange nicht mehr. Ich war wohl so perplex und froh über dieses unerwartete Gelingen,

dass ich irgendwie nicht mehr so lief wie ich das geplant hatte, was natürlich prompt zwei

Stangen und eine Verweigerung zur Folge hatte, aber das war mir bei diesem grossen Schritt mit

Jazz in die richtige Richtung ziemlich egal.

(merci Marie Urbany fir déi schéin Fotoen:-)))

Jetzt können wir beruhigt zur Nordsee fahren und versuchen alles wieder genauso umzusetzen,

obwohl das wohl ziemlich schwierig werden wird, aber versuchen werden wir es auf jeden Fall.

Allen WM-Teilnehmern wünschen wir viel Glück und gutes Gelingen und vor allem viel

Spass an der Sache, egal wie die Resultate aussehen werden.