Bei schönstem Frühlingswetter machten wir uns auf den Weg ....

und schwups nach 5 Minuten waren wir schon da, am Roudebierg in Düdelingen

wo dann auch Given wieder mal antreten sollte und natürlich Jazz der

Krallenbrecher.

 

 

 

Für Steve und Given ging es relativ früh los, gleich nach der Altersklasse war

Parcoursbegehung für Given's zweiten Lauf in der A2, gestellt von Richter Romain Stein.

Given war, ganz im Gegensatz zu Jazz, sehr diszipliniert wenn es darum ging sich

am Start zu konzentrieren und vor allem dort auch auf Abruf sitzen zu bleiben.

Eigentlich sah auch alles recht gut aus,  bis auf eine Stange und die Flugwippe,

doch dann kam der Moment als Steve seinen Given

abhängen wollte und dieser dann entschied dass das ein Zeichen dafür sein könnte,

dass man den Laufsteg links liegen lassen müsse und die Verfolgung von Herrchen

aufnehmen solle. Falsch gedacht, aber hier die laufenden Bilder.

 

 

 

Gegen Mittag durfte Jazz dann auch auf's Gras...... und weil er es kaum erwarten

konnte etwas zu tun, legte er gleich mal einen Frühstart hin...herzlichen Dank Bömmelchen!

Am Ende des Laufstegs muss ihm dann eingefallen sein, dass ich da auch noch

irgendwo sein müsste und schaute sich doch netterweise nach mir um, ehe er

weiterpreschte. Bis zum Slalom waren wir auch tatsächlich noch fehlerfrei, aber weil

das ja gar nicht ging, fädelete Jazz einfach mal falsch in den Slalom ein......

also das Ganze wieder von vorne. Und weiter ging's, kurz vor Schluss hatte Jazz dann

wieder vergessen, dass man an den Zonen auf den lahmen  Hundeführer (heute noch sehr viel

lahmer als sonst wegen Pollenalarm auf dem Roudebierg) warten müsse, und zischte ab.

Resultat, ein Fehler im Slalom und eine  nicht berührte Zone, guckst Du hier.

 

 

 

Nach dem Mittagessen musste Steve dann wieder die Kufen schwingen und

wie im A-Lauf machte er ein Wettrennen mit Given, welches er zwar gewann,

aber wieder mal eine Dis kassierte, weil Given kurzerhand den Reifen nicht

sprang.  Trotzdem arbeitete Given sehr schön, der falsche Slalomeingang und

die Patzer vom Hundeführer rücken da doch eher in den Hintergrund :-))))

Hier der Jumping gestellt von Richterin Nathalie Will in Bild und Ton.

 

 

 

Auch Jazz' Jumping sollte ein Wettrennen werden,  welches ich aber mit klarem

Abstand verlor, aber immerhin waren wir doch etwas weiter gekommen als der Rest

der Familie, bis die DIS uns einholte. Wir kämpften uns vor bis kurz vor den Slalom,

als Jazz die Hürde linkerhand intressanter fand anstatt die vor seiner Nase.

Kurz vor Schluss schafften wir dann noch eine Dis in diesem Parcours, weil von mir

definitiv keine klaren Anweisungen mehr kamen, was Jazz zwar nicht davon abhielt bis

zum Schluss Spass zu haben.

Hier der Film "catch me if you can...".

Fazit zu diesem Tag....ein nettes Turnier, mit netten Leuten, ohne erwähnenswerte

Resultate, aber wir konnten unseren Hunden immerhin doch das Agi-Motto Nummer 1

vermitteln "Agility is fun" ...und Spass haben unsere Hunde immer.

Denjenigen die sich und mich immer wieder (und das schon seit fast 3 Jahren) fragen,

wieso ich Jazz denn nicht endlich in den Griff kriege und ob das mich nicht

störe IMMER NOCH in der A1 laufen zu müssen, möchte ich dann nochmal folgendes

sagen:

"Nein, es stört mich nicht, dass wir noch A1 laufen, denn wenn es mich stören würde,

würde ich wohl eher nicht fast jeden Sonntag mit meinem besten und treuesten Freund

am Start stehen und mich freuen darüber, dass wir zusammen Spass haben können.

Was Jazz betrifft denke ich, dass er die Zahlen 1, 2 oder 3 sowieso nicht kennt und es ihm

definitiv nur drum geht, dass da auf der Wiese ein Parcours rumsteht, den er irgendwann

vor mir her laufen darf."

Und wieso ich diesen Hund nicht in den Griff kriege, ist wohl mit Leichtigkeit zu

erkennen, wenn man uns mal im Parcours sieht......und trotzdem ist dieser Hund MIR

voll und ganz ergeben, ob ich ihm nun im Parcours hinterher hechte oder ob er nachts

auf meinen Füssen schläft. Er bewertet mich nicht nach den Kriterien ob ich nun

ein Profi-Agility-Läufer bin oder einfach NUR der Zweibeiner der traurig ist, wenn er

krank oder verletzt ist, der den Futternapf jeden Tag auffüllt und sich freut wenn

er von der Arbeit nach Hause kommt und von 5 Hunden begeistert begrüsst wird.....

Die paar Sekunden die wir jeden Sonntag auf einem Agi-Parcours verbringen,

bestimmen nicht unser gemeinsames Leben, und ein Hund ist auch nicht glücklicher in seinem

leider viel zu kurzen Leben, wenn Herrchen jeden Sonntag Blechdinger, die noch nicht

mal als Futternapf taugen, mit nach Hause nimmt.

Seid dankbar für das was Eure Hunde Euch geben, es ist sehr viel mehr als wir

verdient haben.

Fortsetzung folgt ..... 1 + 2 Mai in Bettemburg