Und wieder mal sind wir total geschafft von der Zeit an der Nordsee,

 wieder mal kommt man zurück und sagt "Also nächstes Jahr mit Sicherheit nicht",

und doch sind es nunmehr 10 Jahre her, dass wir das zum ersten Mal gesagt haben.

Und doch sind wir wieder hier und werden uns von uns selbst überraschen lassen ob

es ein Nordseeturnier 2010 für uns geben wird, obwohl es klingt gut.........:-))))

Aber warum in die Ferne schweifen.......

Nach einer Anreise mit Zwischenstop bei Nicole und Micha machten wir uns am

Donnerstag dann gemeinsam auf den Weg in den Norden. Am Mittag landeten wir dann in

Sandstedt und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus, hier hatte sich ziemlich viel in den

letzten 12 Monaten verändert. Viele Hotels und Gaststätten standen leer und zum Verkauf,

am Deich wurde gebaggert und gewühlt, nur auf dem Agi-Platz war alles beim Alten.

Donnerstag 18 Uhr, der Startschuss für den Zeltaufbau, alle rennen auf den Platz und

nach kurzer Zeit füllen sich sämtliche Lücken um die drei Parcours mit Zelten.

Der helle Wahnsinn.

Samstag, 30ter Mai 2009, morgens 8:00 Uhr in Sandstedt:

Parcoursbegehung Jumping A1 Small-Medium-Large d.h. 209 Zweibeiner mit Anhang

latschen 55 Minuten über ein und denselben Parcours, Haare raufend, Arme schwenkend und

Kopf schüttelnd auch dies wie jedes Jahr. Der Parcours gestellt von Elke Kraul, dies entschied

ich in den ersten Sekunden, war nichts für Jazz und mich.....eine Gerade von 4 Sprüngen mit

geradem Tunnel als Leckerli quer über den Platz, dann eine Gerade nach Links mit Verleitung

links und rechts. Nett, besonders wenn der Vierbeiner mit wesentlich mehr Antrieb als der Zweibeiner

diesem nicht den Hauch einer Chance lässt sich  wenigstens in der Mitte der Geraden zu plazieren.

Dies war aber nicht nur der Parcours für Happy und Jazz, nein unser Baby Given durfte heute auch

zum ersten Mal an den Start. Obwohl Given sich im Training als sehr ruhig und feinfühlig gezeigt hatte,

waren wir gespannt was er denn hier, unter Turnierbedingungen, zeigen würde.

Mit der Startnummer 36 ging also Given mit Steve an den Start. Ohne mit der Wimper zu zucken

blieb Given an seinem Platz bis Steve ihn abrief, alles lief wie am Schnürchen, Given sah man

absolut nicht an, dass dies sein erster offizieller Lauf war, er benahm sich nicht anders wie beim

Training. Ein schöner Jumping mit einer Stange der uns alle mächtig freute, hier alles in Bild und Ton.

80 Hunde später sollte Happy nach  längerer Pause endlich auch mal wieder an den Start. Auch

hier konnte man gespannt sein, ob unser Sensibelchen denn heute Lust auf Agi hatte.

Und sie hatte diesmal anscheinend grosse Lust, denn ein Null-Fehler-Lauf brachte ihr sogar einen

Pokal und Punkte für den Nordseesieger ein. Super kleiner Teletubbie, auch wenn ich nicht filmen

konnte und den Lauf auch nur aus grösserer Distanz mitverfolgen konnte (mit blauem Zombie an

der Leine), freute ich mich doch auch sehr, dass sie endlich wieder Spass hatte und Steve mit ihr.

Nur ein paar Hunde später durfte dann Jazz zeigen wie man einen Frühstart hinlegt,  und Frauchen,

welches sich vorgenommen hatte keinen Frühstart zu dulden und Hund zurückzusetzen,

einfach mal im Luftzug stehen lässt. Nach Sekunden der Unentschlossenheit gab ich dann

das Vorhaben "Hund zurücksetzen" auf und rannte hinterher. Die "DIS" kam dann an Gerät 8,

wo Jazz kurz nach links in "Frauchenrichtung" abbog, dann aber als wäre nichts passiert den

Rest vom Parcours fehlerfrei weiterlief. Kurz nach der Dis hatte Steve dann auch die Kamera am

laufen und hier gibt es nun den schönen Rest vom Parcours zu sehen. 

Dann stand auch schon wenige Zeit später der A-Lauf gestellt von Uschi Hornung. Ein Parcours

der mir weder gefallen noch missfallen wollte, also mal sehn was kommt.

Natürlich ging auch diesmal Given als Erster an den Start, souverän und konzentriert wie am Morgen

der Jumping sollte auch dieser Lauf werden, diesmal sollte es ein Null-Fehler-Lauf werden, also auch

für Given gab es einen Pokal, den ersten in seiner Agi-Laufbahn :-)

Hier könnt ihr Euch diesen Super-Lauf ansehen.

Zwischendurch freuten wir uns noch über ganz lieben Besuch, Q'Jay's Schwesterchen

Cira kam mit Besitzer Gerold vorbei, und obwohl bei den Beiden die Wiedersehensfreude nach

10 Jahren sich  eher in Grenzen hielt, war es doch schön die Beiden fast 11jährigen Q's  vom

Weideland so  gesund und munter nebeneinander zu sehen. Danke Gerold.

Happy wollte Given's Triumpf anscheinend nicht auf sich beruhen lassen und gab alles..... auch für

 sie ein Nuller, leider nicht in Bild und Ton, weil die Kamerafrau auch bereits in den Startlöchern

stand und alle Daumen und Zehen drückte.

Jazz war das aber ziemlich schnuppe was die beiden Jüngeren geleistet hatten, er legte

den obligatorischen Frühstart hin, rannte mal kurz um die Ecke falsch in den Slalom rein,

schubste ein Stückchen der Mauer runter, und  dann gingen sämtliche Pferde mit ihm durch,

und er versuchte einfach mal ob er schneller wäre, wenn er die Kontaktzone auslassen würde

um einfach mal ins nächste Tunnelloch abzuhauen. Es klappte, denn den vorgesehenen Wechsel

vor der A-Wand konnte ich getrost vergessen und musste hinter Jazz wechseln, was Jazz wiederum

 dazu nutzte  von der Wand ab- und mir vor die Füsse zu springen. Gottseidank schafften wir

es ohne Plumpseinlage und kamen mit zahlreichen Verweigerungen dann doch noch ins Ziel,

guckst Du hier!

Nach diesen Ueberflieger-Zonen entschied ich mich den Open-Lauf doch lieber nicht zu laufen,

und wir kehrten ziemlich müde ins Hotel zurück um uns für den nächsten Agi-Tag auszuschlafen.

Sonntag, 31ter Mai 2009, wieder 8 Uhr und wieder Parcoursbegehung:

Diesmal war es der A-Lauf gestellt von Silvia Kosanka, ein Parcours diesmal ganz nach meinem

Geschmack, denn Jazz konnte mir nirgendwo abhauen, aber nach dem A-Lauf am Vortag machte

ich mir doch so meine Gedanken. Folgende Fotos belegen, die hatten Heizspiralen

unter den Kontaktzonen :-)))

Bei schönstem sonnigen Sonntagswetter ging es also los, Given unser erster Familien-Starter

war nun auch von der Agi-Mania erfasst und freute sich schon lautstark im Auto vor seinem Lauf.

Nach seiner super Leistung vom Vortag konnte man gespannt sein, alles lief perfekt, nur der

Slalomeingang klappte erst beim zweiten Versuch, was aber einem Hund von 19 Monaten nach sehr

wenig Training bei seinem ersten Turnier absolut zu verzeihen war. Hier der Lauf in Bildern.

Einige Zeit später lag dann wieder alles an Happy, nach ihren beiden Nullern vom Vortag

hatte sie schon ordentlich Punkte gesammelt, sollte dieser Erfolg anhalten????

Happy schien alles zu geben, sie rannte förmlich über den Parcours....bis

dann diese letzte Stange im Slalom ihr dann wohl nicht behagte und sie die dann einfach mal ausliess.

Happy dann um diese besagte letzte Stange zu wickeln erwies sich dann eher als sehr schwer,

denn nun kam wieder das Sensibelchen zum Vorschein, aber trotz dieses kleinen Patzers doch

ein schöner Lauf.

Langsam wurde auch ich nervös, würde Jazz diesmal die Kontaktzone vom Laufsteg erwischen

oder gleich wieder abdampfen und würde er dann noch das Tunnelloch erwischen oder gleich über

die Mauer abhauen???? Also definitiv schien Jazz die Nordseeluft nicht zu bekommen oder das Geschmuse

mit Schwesterchen Sky,  jedenfalls Kontaktzone war nicht, bleiben schon gar nicht, doch

gerade noch  ins richtige Tunnelloch gerettet. Dann kam irgendwann die A-Wand

und parallel dazu der Tunnel wieder zurück, doch Jazz machte einen kleinen Umweg durch den

Slalom was dann für uns wieder die Dis bedeutete (Die gleiche Dis hatten wir im Vorjahr übrigens

auch, dieser Bogen durch den Slalom schien unser Nordsee-Anhängsel zu sein). In diesem Parcours

blieb es aber nicht mal bei einer Dis, nein nach einem falschen Slalom-Eingang dampfte Jazz dann

irgendwann in Richtung Starthürde ab anstatt ins Ziel zu laufen. Das Chaos gibt es hier in Bildern.

Der Jumping gestellt von Adrie van den Bosch war wie im Vorjahr auch eine richtige

Rennstrecke, langsam ging es los aber dann.............!!!!

Given durfte als Erster ins Rennen und ihm schien es echt Spass zu machen, es schien

ein weiterer Null-Fehler-Lauf zu werden, doch leider fiel die letzte Stange, doch die

Beiden konnten hochzufrieden auf dieses Turnier zurückschauen und somit tat diese

eine Stange wohl recht wenig weh. Hier der Wahnsinns-Jumping zum Abschluss von Givens

erstem Turnier. Super kleiner Schweizer, wir sind stolz und glücklich Dich hier laufen

sehen zu dürfen.

Nun waren wir doch noch gespannt was Happy hier zeigen würde, eigentlich dürfte dieser

 Parcours für sie kein Problem sein, doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Ein B-Kind lässt man eben nicht aus den Augen, denn Happy dachte sich, wieso in diesen dunkeln

unheimlichen Tunnel reinlaufen, wenn man auch drumrum laufen kann.... Steve bemerkte es aber

erst als Happy lustig wie immer hinter dem Tunnel auftauchte. Nun gut, die kleine Maus hatte

auf jeden Fall ihren Spass bei diesem Turnier, wenn das mal nicht die Hauptsache ist.

Jazz blieb dann zum Abschluss-Lauf einfach mal sitzen bis er abgerufen wurde, toll wenn man

bedenkt dass es bei dieser Anfangssequenz nicht einmal notwendig gewesen wäre, aber gut man

nimmt schliesslich was man bekommt. Bis zur Hälfte war der Lauf richtig gut, doch dann kam die

Mauer, an der ich schon vorbei war als Jazz auf mich zukam, und da mein Hund eben ein ganz

sensibles Gemüt besitzt, dachte er sich wohl es wäre besser dieses Gerät erst mal nicht zu springen,

da Frauchen schliesslich ohne eine konkrete Ansage dran vorbei lief, also machte er das Gleiche.

Wieder mal total aus dem Konzept gebracht durch diese Verweigerung kam dann auch gleich

die Nächste, als ich nämlich schon zu früh abdrehte um in Richtung Ziel abzuhauen machte auch

Bömmelchen einfach mal kehrt und nachdem wir auch dieses Problem geklärt hatten ging es dann

schlussendlich gemeinsam Richtung Ziel, guckst Du hier.

Nun war auch dieses Nordseeturnier zu Ende, die Nordseesieger waren gekürt und das einzige

was uns noch blieb war ein Abschiedsessen auf griechisch, was zwar lustig aber auch wieder relativ

kurz war, wegen Einsetzen erheblicher Müdigkeit bei Tim, der 2 Tage Kampf-Spielen von morgens bis

abends hinter sich hatte.

Einige Fotos vom Nordseeturnier 2009 gibt es demnächst in der Bildergalerie.