Auf dem Trainingsfeld des Kennel-Club-Kayl sollte an diesem Sonntag etwas mehr los sein

als es hier für gewöhnlich der Fall ist, denn seit kurzem wird der Platz mit den Agility-Dogs

geteilt. Schon Tage vorher beäugte ich diesen Platz sehr skeptisch wenn ich morgens zur Arbeit

hier vorbei musste, der Platz schien mir relativ klein für einen Agi-Parcours und von Parkmöglichkeiten

konnte keine Rede sein, wenn man davon ausging dass der Parkplatz am Turnierfeld den Leuten vom

Verein und den Richtern vorbehalten war. Die Mega-Baustelle gegenüber lud dann auch nicht wirklich

zu einem schönen Spaziergang mit Hund ein, also gab es hier schon mehrere Punkte die ich erst mal

als negativ einstufte. Aber es gab ja auch positive Seiten, besonders die, dass wir nur 5 Minuten bis

zum Turnier brauchten, da kann man doch einfach nicht zuhause bleiben :-)))

Also auf nach Kayl, das Parkplatzproblem hatte sich gelöst, denn die Baustelle gegenüber diente

als Parkplatz, der Turnierplatz war weit grösser als man von der Strasse aus vermuten konnte,

das hiess  auch genug Stellplätze für die Zelte, also erst mal alles paletti.

Diesmal durfte Jazz beginnen; der A-Lauf gestellt von Jos Thines war eigentlich ein sehr schöner

runder Parcours, das konnte ja nur schief gehen. Zeitig machte ich mich auf zum Startbereich

um Jazz alle meine Anliegen an ihn, mich und diesen Lauf noch einem im Detail erläutern zu können,

doch leider wurde daraus nichts mehr, denn der Läufer vor mir war schon im Parcours. Sch......!!!!

Sowas mag ich immer wieder gerne, und total genervt machten wir uns bereit, Jazz war auch

wieder schneller auf Touren als ich und so nahm das Unheil seinen Lauf. Oder sollte ich sagen

es lief vor mir her so dass ich auch jede Stange sehen konnte die fiel.... es waren 8 an der Zahl und

als Sahnetüpfelchen dann noch die Zone am Laufstegabgang, auf dem wir eigentlich immer stehen

und warten bis die lahme Ente kommt, aber seit der Nordsee war das wohl - mindestens auf Turnieren -

nicht mehr so. Hier die Stangenschlacht in Bild und Ton.

Dann kamen Given und Steve, dazu ist wie immer relativ wenig zu sagen, obwohl das jetzt

keinesfalls abwertend klingen soll, aber der Lauf war wie die wenigen vorher auch schon

sehr harmonisch und toll anzuschaun. Wäre da nicht eine doofe Stange gefallen wäre der Lauf

perfekt gewesen, wer sich davon überzeugen will schaut einfach mal hier rein.

Da es meinen beiden Männern nicht so gut ging, musste ich dann den Rest vom Tag alleine

mit Jazz hier verbringen. Damit keine Langeweile aufkam machten wir erst mal einen

ausgedehnten Spaziergang, ich machte ein paar wenige Fotos und dann war ja noch der Jumping....!

Nathalie Will stellte diesen Jumping mit sehr viel Hingabe  und Körpereinsatz wie man hier sieht :-)))

Wir liefen ihn dann mit mindestens genausoviel Körpereinsatz.....wenigstens Jazz tat es, aber erst

nachdem ich ihm klar gemacht hatte, dass der Slalom nicht das erste Gerät wäre.... gerade noch an

der Dis vorbeigeschlittert. Es fielen wesentlich weniger Stangen als beim A-Lauf, aber da mein Hund

plötzlich meine Kommandos auch wirklich in die Tat umsetzen wollte, kassierten wir dann doch eine Dis als er

das Gerät  nahm das ich ihm armefuchtelnd ja auch anzeigte. Dumm gelaufen, aber ich konnte für uns durchaus

positive Sequenzen in diesem Lauf sehen, und so waren wir doch ganz zufrieden, trotz der Dis, die

auch diesmal keinesfalls weh tat, guckst Du hier.

Nach den anderen Klassen sollte dann noch ein K.O.Lauf gestellt werden. Ich machte mir lange

Gedanken darüber, aber ich entschied dann für meinen Hund und für mich dass das nichts für

uns war. Jazz der von sich aus ja schon hochmotiviert Agi betrieb würde sich sicher gerne noch

mehr antreiben lassen von einem Hund der paralell zu ihm lief, was dann wieder ganz gegen mein

verfolgtes Ziel ging den Hund ruhiger zu bekommen. Dann mochte Jazz überhaupt keine Rüden

und schon gar keine die sich mit ihm gemeinsam im Startbereich  eines Parcours sind, ganz zu

schweigen von einem Rüden der  sich zeitgleich mit ihm IM Parcours befindet.

Für mich war der richtige Weg, der  Weg nach Hause zu meinen kranken Männern, wo es

bei dieser sich langsam über den Tag steigernden Hitze auch für die Hunde weit angenehmer

war.

So fand auch dieser Agi-Tag sein Ende und ich hatte mal wieder zahlreiche Ansätze für mein

Training der nächsten Wochen, nicht dass noch Langeweile aufkommt :-)))

 Fortsetzung folgt sicherlich, denn wir lassen uns nicht klein kriegen.....!