Endlich war der Tag gekommen, auf den die letzten Monate und die letzten Tage noch

viel intensiver hingearbeitet wurde. Auch schien endlich das ziemlich launische

luxemburger Wetter mitzuspielen, strahlender Sonnenschein bei richtig sommerlichen

Temperaturen verwöhnten uns den ganzen Tag.

Dieser Freitag war reserviert für die Einser-Starter, so dass wir nur an diesem

Tag an den Start gingen und uns an den restlichen Tagen ganz unserem Job widmen konnten.

Los ging es mit einem Spiel "Power and Speed", das sich aus einem Kontaktzonenteil

und zum anderen aus einem Jumping zusammensetzte. Steve und ich entschieden uns erst

mal den Tag locker nur mit Arbeit und nicht mit Laufen zu beginnen und liefen dieses Spiel

nicht mit.

So kamen wir dann erst kurz vor Mittag an die Reihe zum Jumping gestellt von André Mauer.

Ein sehr schöner Parcours, wo man aber gut daran tat den Hund bis zum Schluss nicht aus den

Augen zu lassen. Diesmal durfte Jazz als erster von unseren Hunden an den Start, ich war schon

sehr gespannt was er heute anstellen würde, denn Turniere bei uns auf dem Platz waren bislang

weniger erfolgreich, da Jazz hier immer besonders gut drauf war.

Also nahmen wir den Kampf auf und es schien super zu laufen, bis dann die Passage kam, wo

man dann wirklich auf den Hund achten und auf ihn warten musste, dort wo nämlich der Slalom

und der Sacktunnel parallel zueinander standen und man den Slalom zustellen musste und warten bis der

Hund im Sack verschwunden ist um dann schnell hinterher um den Slalom rum zu laufen. Da ich mich

mal wieder zu schnell auf den Weg um den Slalom rum machen wollte, öffnete ich Jazz den Slalom

wohl eine Sekunde zu früh und ich sah nicht meinen Hund im Sacktunnel vor mir verschwinden, sondern

hörte hinter mir die Slalomstangen klappern....sch....ön mal wieder eine Dis. Total aus dem Konzept

wollte ich dann noch meinen Hund ins falsche Tunnelloch bugsieren obwohl er locker das richtige

Loch anpeilte.....aaaaarmer Hund, aber wir hatten Spass, das könnt ihr hier sehen.

Dann kam Given an die Reihe, aber auch bei Steve und Given lief es hier nicht so sehr rund.

 Die erste Verweigerung kam am Reifen, dann kam die Passage mit Slalom und Sacktunnel und

Steve machte nicht den gleichen Fehler wie ich und schaffte es Given in den Sacktunnel zu

verfrachten, doch dann klappte auch etwas in der Koordination nicht so recht und Given

peilte den Slalom von der anderen Seite an, doch die Lage konnte noch gerettet werden und so

kam Given mit einer Stange und 2 Verweigerungen ins Ziel, hier der Lauf in Bild und Ton.

Dann ging es recht schnell weiter mit dem A-Lauf gestellt von Beullens Claude. Da Jazz seit

Wochen keinen Wert mehr auf Kontaktzonen legte, war mir hier schon wieder recht mulmig

zumute, zumal dann auch noch der Tisch ganz hinten im Parcours rumstand, den wir seit

Ewigkeiten nicht mehr trainiert hatten. Na dann, auf in den Kampf. Gleich bei der Startsequenz

fiel eine Stange, dies aber nur weil ich vor lauter Nervosität es nicht schaffte keine hektischen

Bewegungen zu machen, aber immerhin kam jetzt schon die A-Wand und.....Abflug. Das Konzept,

zum Hund drehen und ihm kontrolliert das nächste Gerät anzeigen änderte sich prompt in Plan B,

versuchen noch zu retten was noch zu retten ist und hinter dem Hund herrennen, der dann

gottseidank wenigstens auf der Schaukel dran dachte auf mich zu warten. Dann kam der Tisch,

welcher Tisch meinte Jazz nur und lief dann einfach mal drumrum....Verweigerung. Dann hatte ich

kurz Zeit zum Aufatmen bevor es weiterging zur nächsten Zone, die vom Laufsteg, welche mir

die meisten Sorgen bereitete, und siehe da, Jazz wartete auf der Zone auf mich..... wow.... das

musste doch gelobt werden, leider kam aber das Lob zu spät und Jazz schmiss die Mauer die er

grade springen wollte. Damit noch nicht genug, jetzt kam die Sequenz die mir wirklich Angst

machte, nämlich vom Slalom in den Sacktunnel, was sehr gefährlich werden konnte für den

Hund, wenn man es nicht schaffte diesen in weitem Bogen in den Sacktunnel zu führen. Den Bogen

schafften wir, dann zwar nicht die Zielgerade wo Jazz vor der letzten Hürde dann onch auf mich

warten wollte und sich ein paarmal um seine eigene Achse drehte, bis ich dann auch endlich da war

....netter Hund, guckst Du hier.

Dann kam Givens Lauf.... total nervös ging Steve diesmal an den Start, wieso man aber mit so

einem tollen konzentrierten Hund nervös sein muss..... kein Ahnung. Vielleicht war es aber auch

die Nervosität die den Beiden diesen Null-Fehler-Lauf bescherte, Given lief sehr souverän

und sogar der Tisch, den er eigentlich noch nie trainiert hatte, irritierte ihn nicht und so sollte

es ein sechster Platz werden für Given und Steve, guckst Du hier.

Ein weiteres Spiel wurde noch gelaufen an diesem Tag, aber auch das wollten wir

uns schenken, denn es ging drum 4 Bälle in 4 Eimer zu platzieren, die an taktisch eher

schlechten Stellen im Parcours verteilt waren, jeder richtig platzierte Ball bedeutete

einen Zeitgewinn von 5 Sekunden. Nichts für mich, da ich schon dankbar war, wenn ich mich

auf meinen Parcours konzentrieren konnte, Bälle werfen und auch noch treffen würde mich

heute doch wohl eher überfordern. So brachten wir diesen Tag mit 2 tollen Läufen und sehr

zufrieden über die Bühne.

   

Die beiden folgenden Tage steckten voller Arbeit, das Wetter war nicht mehr ganz so sommerlich

aber immerhin für luxemburger Verhältnisse immer noch ziemlich trocken, danke lieber Wettergott

dass Du zu dem guten Gelingen dieses Turniers in dieser Hinsicht beigetragen hast.

Auf ins nächste Agi- und arbeitsreiche Wochenende......